Violette Pitaya (Hylocereus monacanthus)

18,00

Stichwort ——————————————————————

FRUCHT: Faustgroß

PFLANZE: Kakteengewächse, bildet fleischige lange Ranken

PFLEGE : sub-tropisch

BOTANISCHER NAME: – Hylocereus monacanthus

HERKUNFT: in Südamerika und in Asien beheimatet

WACHSTUM: schnell in der Hitze

SCHWIERIGKEITSGRAD: von leicht bis Mittel

SELBSTFRUCHTEND : Ja und Nein

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Beschreibung

Anbautipps …………………………………

 

Die Drachenfruchtpflanze ist zudem nicht schwierig anzubauen. Ich habe in den letzten Jahren einige Erfahrungen bezüglich dieser Pflanze gesammelt. Anders als meine anfängliche Befürchtung, war das Ergebnis überraschend positiv und befriedigend: Also, sie ist robust. Allerdings muss man ihre Eigenschaften kennen um erfolgreich zu sein. Hier habe ich ein paar wichtige Punkte zusammengestellt.

 

ERDE:

Die Pitaya verträgt eigentlich normale Erde. Wichtig ist, dass die Erde Wasserdurchlässig und locker ist. Wenn Sie ein Perfektionist sind, können sie sich an der Kakteenerde orientieren: ein Gemisch aus Sand, Bims, Lavabruch oder Blähton. Sie braucht zudem gutes organisches Material wie Kompost. In der Regel reicht normale Blumenerde mit einiges an Sand und Kompost untergemischt.

Die Ansprüche an den pH-Wert sind nicht hoch. Optimal wäre leicht säuerlicher Boden zwischen 6-7pH. Dieser pH-Wert lässt sich sehr leicht durch Streuen von nicht gebrühtem Kaffeepulver auf die Erde. Gebrühter Kaffeesatz nutzt in dem Fall nicht viel, da dieser einen neutralen pH-Wert hat.

 

WASSER:

Pitaya, die Drachenfrucht, ist eigentlich Teil der Kakteen und dennoch in heißen Regionen mit hoher Luftfeuchtigkeit zuhause. Ich denke, dass diese Herkunft ihr einige Eigenschaften verleiht, durch welche sie sich von den Kakteen unterscheidet. So benötigt die Drachenfrucht z.B. deutlich mehr Wasser als normale Kakteen. Dennoch sollte die Pflanze nie im Wasser sitzen. Sie sollte erst gegossen werden, wenn die Oberfläche der Erde angetrocknet ist. Wenn das Wetter kalt wird, sollte die Pitaya trocken bleiben. Wenn das Wetter wirklich kalt wird (unter 10 Grad), dann zieht eine Pitaya kein Wasser mehr. Sie sollte staub-trocken bleiben. Sie stirbt selten durch Wassermangel. Das Wässern in der Kälte ist dagegen oft der Grund für ihren Abgang.

 

DÜNGER:

Die Drachenfrucht wächst schnell. Ich beobachtete bei meinen kleinen Pflanzen, dass sie im Juni innerhalb von zwei Wochen über 1 Meter wuchsen und somit ihre Größe verfünffachten! Aus diesem Grund kann man von einem kleinen Pflänzchen innerhalb von 2 Jahren schon erste Blüten erwarten, vorausgesetzt dieses Pflänzchen ist Steckling vermehrt. Bei der Drachenfrucht sollten Sämlinge vermieden werden, denn sie wachsen zwar groß und schnell, blühen allerdings sehr spät und unregelmäßig.

Das Wachstum beginnt erst, wenn die Sommerhitze spürbar ist. Das heißt eine Drachenfruchtpflanze wächst eigentlich nur von Juni bis September. Danach geht sie in den Schlafmodus. Daher ist es wichtig, dass man sie in der Wachstumsphase richtig aufpäppelt. Volles Licht, gute Erde und regenmäßige Düngerzugabe. Welcher Dünger am besten ist, ist schwer zu sagen. Kräftige Dünger sind organische Produkte z.B. aus Fischreste oder Hühner-, sowie Pferdemist. Die verwende ich selbst und bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Eine Drachenfruchtpflanze produziert 10 bis 20 Jahre lang Früchte. Das ist eine lange Zeit, (im Vergleich liegt dieser Zeitraum bei der Papaya bei ca. 5 bis 7 Jahren). Aus diesem Grund lohnt es sich diese Pflanze gut zu pflegen.

 

BEFRUCHTUNG  /  RANKENBILDUNG

Die Blüte einer Drachenfrucht ist unrealistisch schön. In einer Sommernacht, wenn das Abendlicht in die Erde sinkt, beginnt diese unnahbare, zugleich erhobene Blüte sich zu öffnen. Mit einem Durchmesser von über 25cm, gehört sie zu den größten Blüten der botanischen Welt.

Dieses Spektakel findet nur in der Nacht und auch nur in einer einzigen Nacht statt. Danach, bei Einbruch der Dämmerung, geht diese Blüte ein. Den Höhepunkt dieses Spektakels unterstreicht ein fruchtig süßer Duft in der Luft. Die Blüte verströmt ihren intensiven Duft um die Nachtaktiven Insekten zu sich zu locken. Diese wunderschöne Blüte einmal im Leben zu erleben ist es allemal wert eine Nacht wach bleiben. Und zwar mit einem Pinsel in der Hand!
Manche Drachenfruchtpflanzen sind selbstbestäubend, leider trifft dies nicht für alle Pflanzen zu. Um sicher zu sein kann man mit dem Pinsel die Pollen von zwei Pflanzen sammeln und sie damit bestäuben.

Die fleischigen Ranken sind lang und schwer. Sie sind weder flexible noch stabil. Also, die Ranken brechen, wenn man selbst oder der Wind sie schüttelt. Darum muss die Säule oder Rankenhilfe sehr stabil sein und für einen langen Zeitraum gewählt werden. Das beste Material für die Säule wäre Steine/Zement, denn Steine regulieren die Temperatur optimal und strahlen in der Nacht die Tagsüber gespeicherte Wärme aus. Holzbalken sind ebenso gut. Metall dagegen ist nicht geeignet, denn es leitet zu viele Hitze und Kälte.

Meine Empfehlung wäre, dass man eine dicke Schicht Kieselsteine am Boden des Kübels bedeckt. Somit hat der Kübel mehr Gewicht – weniger Gefahr umgekippt zu werden – und zugleich wird Staunasse im Kübel vermieden.

 

ÜBERWINTERUNG

Die Pflanze verträgt die Kälte erstaunlich gut. Bei mir überstehen sie einige 0-Grad Nächte ohne Schaden. Empfohlen wird ca. 10 Grad Minimum. Was sehr wichtig nochmal zu erwähnen ist, dass die Erde nicht feucht bleiben darf, wenn die Temperatur unter 15 Grad bleibt. Minimale Feuchtigkeit ist nötig, gerade so viel, dass sie noch am Leben bleibt(!). Wenn das Wetter dagegen sehr heiß ist, wie z.B. über 30 Grad, darf genug Wasser gegossen werden, denn sie wachsen damit besser als im trockenen Zustand. Bitte gießen sie ihre Pflanze nicht am Abend. Diese Regel ist gültig für fast alle Pflanzengattungen.

 

RÜCKSCHNITT

Der Ratschlag von Profis klingt so: am besten nur eine Ranke wachsen lassen und die andere abschneiden. Wenn die ausgewählte Ranke eine gewisse Höhe erreicht hat (wir reden hier über Kübelhaltung: d.h. der Mini-Version) ungefähr 1,5m, dann dürfen die Ranken verzweigen. Es ist auch üblich, dass man in einem Großen Kübel etwa von zwei bis vier Pflanzen zusammen hochzieht.
Die verzweigten Ranken entfalten sich wie Sonnenschirme auswärts. Wenn diese lang genug und mindestens 6 Monate alt sind, dann darf mit der Blütenbildung gerechnet werden. Hier kommt nochmal ein Hinweis: schneidet man an der Spitze der jeweiligen Satelliten Ranken ein bisschen, wird die Blütenbildung gefördert.

 

DES WEITEREN

Manche Pitaya bilden braun-rötliche Punkte auf den Ranken. Dies ist keine Krankheit, sondern nur ein optischer Makel.

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